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Frühe Christen 
Erste Mission im 7. Jahrhundert

Nicht erst die Jesuiten haben das Christentum in China verbreitet. Schon rund 1000 Jahre früher und mehr als ein halbes Jahrhundert vor der Ankunft des Bischofs Rupert in Salzburg brachte der persische Bischof Alopen das Christentum in die damalige chinesische Hauptstadt Xi'an. Kaiser Tai Tsung, der zweite Herrscher der Tang-Dynastie, hatte ihn offiziell eingeladen, die Bibel ins Chinesische zu übersetzen und Kirchen und Kläster zu errichten. Alopen traf 635 in Xi'an ein. Nun begann eine zwei Jahrhunderte dauernde Blütezeit des Christentums in China. Christen bekleideten höchste Staatsämter und und erfreuten sich großen Ansehens. 

Woher wir das alles so genau wissen? 1625 hatten Arbeiter in der Nähe von Ch'ang-an, heute Xi'an, eine etwa vier Meter hoche große Stele aus schwarzem Kalkstein, die sich heute im Stelenmuseum in Xi'an befindet, gefunden. Sie zeigt ein Kreuz an der Spitze, eine 250 Zeilen lange Inschrift in chinesischer und syrischer Sprache - alles zusammen 1756 chinesische Zeichen und 70 syrische Wörter - und am Ende eine genaue Datierung. Der Titel der Inschrift berichtet über die Ausbreitung einer syrischen Licht-Religion in China, der Text über die Entwicklung des Christentums seit 635 bis zur Errichtung des Denkmals im Jahre 781. 
Diese Informationen werden durch andere chinesische Quellen gestützt. So hatte eine Expedition der Berliner Akademie der Wissenschaften bis ins 8. Jh. zurückreichende Handschriften entdeckt. Mittlerweile sind weitere christliche Inschriftsteine und Manuskripte aufgefunden worden, die zum Teil noch der Publikation harren. 
Im allgemeinen spricht man in  dieser ersten offiziellen Bekanntschaft Chinas mit dem Christentum - schon vorher hatte es dort Christen gegeben - von der "Nestorianermission". Die Lehre des Nestorius, Patriarch von Konstantinopel, soll von der Persischen Kirch, seit dem Konzil von Ephesus (431) vertreten worden sein. Tatsächlich war die Persische Kirche von jener des Römischen Reiches unabhängig und hat mit den Glaubensstreitigkeiten und Konzilien des Römischen Reiches nichts zu tun. Erst 587 protestierte sie in einer Synode von Seleucia-Ktesiphon, dem heutigem Bagdad, gegen die posthume Veurteilung des von den Persern hochgeschätzten Theologen Theodor von Mopsuestia (428), die durch das Konzil von Konstantinopel (553) auf Betreiben von Kaiser Justinian erfolgt war. Man kann dies als den dogmatischen Bruch zwischen der Persischen und der Römischen Kirche betrachten. Die Persische Kirche befand sich dabei in der Gesellschaft des Patriarchates von Aquileia, das diese Konzilsentscheidung ebenfalls nicht akzeptiert hatte und sich deshalb für 150 Jahre von Rom und der Reichskirche distanzierte. Da das heutige Österreich und Salzburg damals kirchlich zu Aquileia gehörte, galt dies auch für die Kirche von Salzburg. Das heißt nicht mehr und nicht weniger, als daß die Kirchen Salzburgs und Chinas im 7. und 8. Jahrhundert - im Gegensatz zu Rom und Konstantionopel - die gleichen theologischen Auffassungen vertraten. In unserem Raum dauerte die Differenz zu Rom bis 700. Damals wurde Rupert nach Salzburg geschickt, höchstwahrscheinlich nicht um hier Heiden zu bekehren, sondern um die Alpenländer wieder organisatorisch in die katholische Kirche zurückzuführen. Das ist wohl auch der Grund, warum wir über die Geschichte Salzburgs vor Rupert keinerlei Nachricht haben. Die Zeit der "Irrlehre" wurde wahrscheinlich mit Absicht ausgelöscht.
In China überlebte die theodorianische Kirche, wie sie nach Theodor von Mopsuestia richtiger heißen sollte, bis ins Hochmittelalter. So traf der Franziskanermissionar Johannes von Monte Corvino, der 1294 nach Peking kam, dort starke nestorianische Gemeinden an. Auf der anderen Seite traf der Bar Sauma, ein Mönch aus China, 1285 in Genua mit Kardinal Johannes von Tuskulum zusammen. In der Ming-Dynastie scheint das Christentum in China dann erloschen zu sein. Als die Jesuiten im 16. Jahrhundert eintrafen, mußten sie von vorne beginnen. Nach großen Erfolgen durch Matteo Ricci, Adam Schall von Bell und anderen gelehrten Jesuiten scheiterte diese Mission im sogenannten Ritenstreit. Es ging dabei um Riten des chinesischen Ahnenkultes, bei denen die Jesuiten mitwirkten und die schließlich durch eine römische Entscheidung - auf Betreiben der Dominikaner - als Götzendienst verurteilt wurden. Tatsächlich waren die Jesuiten sehr weit gegangen, um die Führungsschicht zu gewinnen. So kleideten sie sich als Mandarine und sie verzichteten, von der Kreuzigung Jesu zu sprechen, um den Chinesen nicht zuviel zuzumuten. Der eigentliche Grund für das Scheitern der Mission des 16. und 17. Jahrhunderts dürfte aber eine Phase der Ablehnung alles Fremden gewesen sein, wie sie sich in China periodisch immer wieder wiederholt hat.

Peter Hofrichter
 
 
 

 

Es scheint, man übernahm mongolische "Strategeme", um Wolfspolitik gegen "Hörner" durchzusetzen!? Gruß Paraneua-Bioeule!   www.nachtigallaktuell.de.vu   www.paraneuabioeuledez03.de.vu   www.bioeule.de   http://kampfhund-areal.de 

 



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